Die Stelle ist seit Monaten ausgeschrieben. Bewerbungen: Mangelware. Die vorhandenen Mitarbeiter arbeiten am Limit. Was tun?
Wer heute nicht automatisiert, kompensiert Fachkräftemangel mit Überlastung – und zahlt später mit Fluktuation. Automatisierung ist kein Effizienzprojekt mehr – sondern Überlebensstrategie.
Die Rechnung
Wenn eine Bürokraft 2 Stunden täglich mit Routine-Aufgaben verbringt, die auch automatisch laufen könnten, sind das 10 Stunden pro Woche. 40 Stunden im Monat. Fast eine halbe Stelle.
Diese Zeit können Sie nicht mit neuen Mitarbeitern füllen, die Sie nicht bekommen. Aber Sie können sie zurückgewinnen - durch intelligente Automatisierung.
Was sich automatisieren lässt
Nicht alles, aber mehr als Sie denken. Gute Kandidaten für Automatisierung:
Dateneingabe und -übertragung
Wenn jemand Daten von A nach B tippt - von der E-Mail in die Tabelle, von der Tabelle ins System - ist das Automatisierungs-Potenzial.
Erinnerungen und Wiedervorlagen
Angebot nachfassen, Wartungstermin planen, Rechnung mahnen - alles Aufgaben, die regelmäßig anfallen und vergessen werden. Software vergisst nicht.
Dokumentenerstellung
Angebote, Rechnungen, Protokolle - wenn der Inhalt aus vorhandenen Daten kommt, kann das Dokument automatisch entstehen. Mit einem Klick statt einer Stunde Arbeit.
Statusabfragen und Auskünfte
"Wo ist meine Bestellung?" - "Wann kommt der Techniker?" Wenn Kunden oder Mitarbeiter selbst nachschauen können statt anzurufen, spart das auf beiden Seiten Zeit.
Routineprüfungen
Lagerbestand unter Mindestmenge? Wartungsintervall überschritten? Zahlung überfällig? Das kann Software besser im Auge behalten als Menschen.
Was sich nicht automatisieren lässt (und auch nicht sollte)
- Kundenbeziehung: Das Gespräch mit dem verärgerten Kunden, die individuelle Beratung.
- Kreative Problemlösung: Wenn was schiefgeht, braucht es Menschen.
- Entscheidungen mit Ermessensspielraum: Kulanz ja oder nein? Das bleibt Chefsache.
- Die Arbeit selbst: Der Monteur repariert immer noch selbst. Nur der Papierkram drumherum wird weniger.
Der Unterschied zu früher
Früher war Automatisierung ein Wettbewerbsvorteil. Heute ist sie Grundvoraussetzung.
Automatisierung gab es schon immer. Aber sie war teuer und kompliziert. Nur Konzerne konnten sich das leisten. Das hat sich geändert. Individuelle Software ist bezahlbar geworden. Schnittstellen sind standardisiert. Was früher Millionen kostete, geht heute für einen Bruchteil.
Der Fachkräftemangel ist keine vorübergehende Delle. Er wird bleiben. Betriebe, die heute nicht investieren, werden in fünf Jahren Probleme haben – nicht die, die investieren.
Konkrete Schritte
1. Zeitfresser identifizieren
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter: Was nervt? Was ist immer das Gleiche? Was könnten sie eigentlich auch im Schlaf? Das sind die Kandidaten.
2. Nutzen abschätzen
Wie viele Stunden pro Woche könnte man sparen? Was kostet die manuelle Arbeit (Stundensatz × Zeit)? Ab wann lohnt sich eine Investition?
3. Klein anfangen
Nicht alles auf einmal. Ein Prozess, der funktioniert, ist besser als fünf, die halb fertig sind.
4. Menschen mitnehmen
Automatisierung ist keine Bedrohung, sondern Entlastung. Aber nur, wenn die Mitarbeiter das auch so sehen. Kommunikation ist wichtig.
Wir bauen Automatisierung in Ihre individuelle Software ein. Nicht als Selbstzweck, sondern wo sie Sinn macht. Das Ziel: Ihre Mitarbeiter machen die Arbeit, die nur Menschen können. Den Rest übernimmt die Software.
Ein realistisches Beispiel
Ein Handwerksbetrieb mit 15 Mitarbeitern. Eine Bürokraft kümmert sich um alles: Aufträge, Angebote, Rechnungen, Telefon.
Vorher: 50% der Arbeitszeit für manuelle Datenpflege und Papierkram.
Nachher: Aufträge kommen digital rein, Rechnungen gehen automatisch raus, Kunden können ihren Auftragsstatus selbst abrufen.
Ergebnis: Die Bürokraft hat Zeit für Dinge, die bisher liegen blieben: Kundenrückfragen, Terminplanung, Nachfassen bei Angeboten. Die Stelle muss nicht verdoppelt werden, obwohl das Geschäft wächst.
Ohne Automatisierung hätte der Betrieb entweder Aufträge ablehnen oder Mitarbeiter verheizen müssen. Beides keine Option.
Fazit
Der Fachkräftemangel wird nicht verschwinden. Aber Sie können damit umgehen - indem Sie die Arbeit so organisieren, dass Ihre vorhandenen Mitarbeiter das tun können, was nur sie können.
Alles andere kann Software übernehmen. Nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Entlastung. Damit die Menschen Zeit haben für das, worauf es ankommt.